Die Häuser werfen ihren Putz ab,
von Ekkehard Schulreich
Die Häuser werfen ihren Putz ab,
die Frauen Stoff e nach all den Frösten.
Der Wirt rückt Stühle ins warme Licht,
bringt kühles Bier, kühlt unsern Mut.
Wir lassen nächtens wieder Fenster off en,
hören den Spatzen zu, die neuerliche Nester baun
unter dem First. Hinter der Stirn brüten wir aus,
was niemals wir beginnen. Sehnen uns, sehen
fliehende Bäume in der Nacht, Himmel
und Hölle, springen ins Feld, in den Spiegel
des nachtklaren Restlochs, lassen uns, treiben
hinaus und hinfort, die Fahrräder
rosten am verlassenen Ufer, wo kommen wir
hin, wo kommen wir an, was kann
uns das kümmern. Wie eine schlanke Frau aus Fluten
steigen wir auf in Treppenhäusern, wenn Noch-
arbeiter gehen, die Amselhähne kämpfen
im Hof, unser ewiges Echo.


